Forschung

Mit den Augen hören und
in Zeitlupe fliegen

Bakterien räumen mit dem Zivilisationsmüll auf, Atome spielen Fussball – die Mathematisch- naturwissenschaftliche Fakultät hat für ihre beiden Tage der offenen Türe keine Anstrengung gescheut, um ihre komplexe Forschung der Öffentlichkeit näher zu bringen. Besonders Familien sind herzlich eingeladen, am 5./6. Juni 2004 ins Reich der Forschung auf dem Irchel zu kommen.

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Ohne Luft kann ein Mensch nicht leben. Doch die Forscher brauchen luftleere Räume für ihre Experimente: Im Tokamak, einem mannshohen Kernfusionsreaktor, versucht man, die Verhältnisse in der Sonne nachzubilden. Ziel ist es, das Sonnenfeuer darin anzufachen, um daraus Energie zu gewinnen . Der Tokamak ist eines der Sujets des MNF-Quartetts. (Bild: zVg)

Wollten Sie schon immer wissen, wie Roboter von Insekten das Fliegen lernen, welche Verkehrsregeln für Nerven bestehen, wie echt Ihr Diamant ist oder wie es sich in Zeitlupe fliegen lässt? Ja? Dann wird Sie wohl auch interessieren, wie man mit den Augen hören kann und wer die bessere Spionage als James Bond betreibt. Bloss was um alles in der Welt steckt hinter dem «Radar für den Atem»? Ein Gerät zur Ortung von Mundgeruch oder eines zum Anbandeln? An den Tagen der offenen Türe der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät (MNF) können Sie mehr als ein Geheimnis lüften.

Forschung direkt!

Forschung direkt! heisst das zweitägige Event der MNF. Es geht am Wochenende vom 5./6. Juni über die Bühne beziehungsweise den Irchel. Dann werden dort die Labortüren offen stehen für Jung und Alt, die sich ihre Neugierde bewahrt haben, für Papis und Mamis, die schon immer gerne wissen wollten, was ihr Partner macht, für Herrn und Frau Jedermann, die sich sonst nicht auf das Universitätsgelände auf dem Irchel verirren, für Kinder ab 8 Jahren und Jugendliche, deren Wissensdurst ungestillt ist. Forschung direkt! bietet allen etwas; in Form von Ausstellungen, Live-Präsentationen, Führungen und Spezialangeboten für die Jungen und Junggebliebenen.

Den Dino aus dem Tessin kann man im Paläontologischen Museum antreffen. Der Ceresiosaurus wurde 2,30 m lang und lebte in der Trias in einem circa 100 Meter tiefen Meeresbecken beim Monte San Giorgio. Die Fortbewegung erfolgte durch seitliches Schlängeln des Körpers (Bild: Pal???ontologisches Museum)

Interaktiv und multimedial

Ihre Fragen können Sie an über 40 interaktiven Projektständen mit über 200 beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutieren. Und wemdie selbständige Erkundung des Reichs des Wissens zu anstrengend ist, der lasse sichdoch von einer Führung verführen oder von einer Live-Präsentation einwickeln. Gewitzte nehmen an einer der Wissensshows teil, Buchhalter gehen mit den Kindern die Pflanzen im Irchelpark zählen («Wieviele Pflanzen wachsen hier?»). Wer eher auf altehrwürdige Werte aus ist, besucht im Paläontologischen Museum die Dinosaurier. Aber Achtung, dem Riesenpendel ausweichen, wenn Sie grad ganz vertieft in Ihr MNF-Quartett über die Wiese stolpern.

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