LERU

Der virtuelle Campus weitet sich aus

Seit 2006 ist die Universität Zürich (UZH) Mitglied der «League of European Research Universities» (LERU), einer Gemeinschaft von zwanzig führenden Forschungsuniversitäten Europas. Im E-Learning Bereich spannen sieben LERU-Universitäten eng zusammen. Die UZH wird ab 1. Januar 2009 mit dabei sein.

Marita Fuchs

Rektor Andreas Fischer (rechts) und Prorektor Egon Franck unterschreiben den Vertrag. Damit ist die UZH per 1. Januar 2009 Vollmitglied bei der e-LERU. (Bild: Marita Fuchs)

Unter dem Kürzel e-LERU bieten sieben renommierte LERU-Universitäten ihren Studierenden und Dozierenden eine Plattform an, auf der sie gemeinsam Lernressourcen nutzen können. Via Webseite loggen sich Studierende an Universitäten der e-LERU-Gruppe ein und nehmen dort an E-Learning Modulen teil. «So können die Universitäten voneinander profitieren», sagt Eva Seiler Schiedt, Fachstellenleiterin der E-Learning Centers an der UZH. Sie hofft, dass sich aus der Zusammenarbeit grössere Kooperationsprojekte entwickeln, die letztlich zum Austausch von Studierenden führen und damit zur Internationalisierung der UZH beitragen.

Ab 1.1.2009 online

Dem virtuellen Campus e-LERU schliesst sich die Universität Zürich jetzt offiziell an. Am Donnerstag unterzeichneten Rektor Andreas Fischer und Prorektor Egon Franck den Vertrag zur Mitgliedschaft beim «e-LERU Virtual Campus».

Curriculare Einbindung notwendig

Vom Vorteil eines Beitritts beim e-LERU-Verbund ist auch Geograph Norman Backhaus überzeugt. Er leitete an der UZH zusammen mit Ulrike Müller-Böker die Entwicklung eines e-Learning-Kurses zu Globalisierung und Armut, der als e-LERU-Pilotprojekt angelegt ist. Die Geographen arbeiten eng zusammen mit Forscherinnen und Forschern der Universität Genf – auch ein e-LERU-Mitglied.

«In Genf wird ein guter e-Learning Kurs zur Nachhaltigkeit angeboten, der unsere Lehrtätigkeit thematisch ergänzt. Für die Genfer wiederum ist unser Kurs interessant», erklärt Backhaus. Die Studierenden beider Universitäten tauschen sich über eine virtuelle Plattform aus und die Zürcher Studierenden können sich Leistungen, die sie in Genf erbracht haben, an der UZH anerkennen lassen. «Leider gilt das umgekehrt für die Genfer noch nicht», sagt Backhaus. Deshalb sei es wichtig, dass die Dozierenden sich rechtzeitig für eine curriculare Verankerung von E-Learning-Modulen einsetzen.

Dass die Universität jetzt e-LERU Mitglied wird, begrüsst Backhaus sehr, denn nun könne die UZH auf der e-LERU Webseite ihr Angebot präsentieren und weitere Projekte könnten folgen. Zudem haben Dozierende die Möglichkeit, auf der e-LERU-Website ihre Veranstaltungen als Video aufzuschalten und sich damit international zu präsentieren. Sie freue sich über alle Dozierenden, die Interesse an der e-LERU zeigen, sagt Eva Seiler-Schiedt.

Marita Fuchs ist Redaktorin von unipublic

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