Grant des Europäischen Forschungsrates

Vererbung erworbener Eigenschaften

Entwicklungsgenetiker Ueli Grossniklaus will zeigen, dass Veränderungen der Genaktivitäten weitervererbt werden können. 

Markus Binder

Das Darwinjahr ist vorüber, evolutionsbiologische Forschung aber geht weiter, zum Beispiel im Botanischen Garten bei Ueli Grossniklaus. Der 45-jährige Entwicklungsgenetiker will zeigen, dass Veränderungen der Genaktivitäten weitervererbt werden können, auch wenn diese nicht auf der DNA codiert sind.

Kam mit Durchhaltewillen ans Ziel: Biologe Ueli Grossniklaus. (Bild: Frank Brüderli)

Solche epigenetischen Veränderungen werden vermutlich durch die Umwelt verursacht. Seit einigen Jahren wirbt er erfolglos um Gelder für dieses Projekt. Jetzt hat es in Brüssel geklappt, weil die Datenbasis nun besser sei und das Interesse der Evolutionsbiologen an der Epigenetik steige. «Ich hoffe, dass dieser Erfolg der Life Sciences auch ein Zeichen für die Universität ist», sagt er. Die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät habe die Institutsbudgets gekürzt, während die Studierendenzahlen sich in der Biologie mehr als verdoppelten. Er persönlich konnte die Kürzungen zwar ausgleichen, weil er in einem Schwerpunktprogramm beteiligt ist, viele seiner Kollegen jedoch nicht.

Markus Binder ist Journalist

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