Auszeichnung für hervorragende Lehre

«Komplizierte Dinge einfach erklären»

Ernst Fehr, Professor für Microeconomics and Experimental Economic Research, freut sich, wenn Studierende die Welt nach einer Unterrichtsstunde mit anderen Augen sehen. Hier seine Lehrphilosophie.

Claudio Zemp

Ernst Fehr (Bild: Frank Brüderli)

«Es ist mir wichtig, dass ich den Studenten gegenüber ein glaubwürdiges Engagement zeige. Ich möchte komplizierte Sachverhalte einfach und gut erklären.

Die Studierenden verstehen Dinge auf unterschiedliche Arten; den einen fällt es mit einem Bild leichter, anderen eher mit einer Formel oder nur mit Worten. Daher versuche ich den Stoff interessant und auf verschiedene Weisen darzustellen. Ich finde es toll, wenn die Studierenden nach einer Unterrichtsstunde die Welt mit anderen Augen sehen.

Ich wecke gerne das Interesse der Studenten in dem ich aufzeige, wie sich allgemeine festgefahrene Theorien und Meinungen in Luft auflösen können. In der ökonomischen Ausbildung wird den Studenten zum Beispiel oft weisgemacht, der homo oeconomicus sei ein empirisch gültiges Weltbild. Dies ist auch ein Grund, warum ich in meiner Vorlesung sehr viel über soziale Präferenzen spreche und den Studierenden Befunde vorlege, dass Menschen eben nicht immer egoistisch und rational sind.»

Claudio Zemp ist Journalist.

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