Schweizerischer Nationalfonds

«Die UZH leistet bereits viel»

Daniel Wyler, Prorektor Medizin und Naturwissenschaften der UZH, war am Jubiläumsanlass des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ebenfalls zugegen. Er lobt die Vorstösse der jungen Forschenden, weist aber auch auf die laufend verstärkten Anstrengungen der UZH in der Nachwuchsförderung hin.

David Werner

Prorektor Daniel Wyler: «Universitäten und Schweizerischer Nationalfonds sollten in der Nachwuchsförderung möglichst eng zusammenarbeiten. (Bild: Adrian Ritter)

Herr Wyler, Sie haben ebenfalls am Jubiläumsanlass des Nationalfonds teilgenommen. Was hat Sie daran interessiert?

Daniel Wyler: Ich war als Vertreter der UZH eingeladen. Als ehemaliger Forschungsrat des SNF habe ich eine starke Verbindung zu dieser Institution. SNF und Universitäten sollten in der Nachwuchsförderung möglichst eng zusammenarbeiten und sich ergänzen.

Welches war Ihr Eindruck vom Anlass?

Ich  fand den Anlass sehr gelungen. Das Thema Nachwuchsförderung wurde seiner Bedeutung gemäss breit diskutiert. Viele Aspekte fanden Erwähnung, so zum Beispiel – für mich persönlich besonders interessant – die Lastenverteilung zwischen Hochschulen und SNF. Die Atmosphäre war freundlich und einladend, der Versuch, den wissenschaftlichen Nachwuchs einzubeziehen, gelang. Die Vorstösse der jungen Forschenden empfand ich mehrheitlich als durchdacht und sehr lösungsorientiert.

Welche der Anliegen der Nachwuchsforschenden fanden sie besonders unterstützenswert?

Insbesondere der Wunsch, früher mit der Forschungslaufbahn beginnen zu können und bessere Aussichten auf eine feste Anstellung zu bekommen. Allerdings muss auch gesagt werden: Nicht alle Erwartungen, die sich an die Universitäten richten, kann die Universität auch erfüllen. Das Problem zum Beispiel, dass Schweizer Nachwuchsforschende im internationalen Vergleich schon recht alt sind, wenn sie ihre Karriere beginnen, hat seine Ursache in der Struktur des Schweizer Bildungssystems. Mit fehlenden Mitteln hat dies nichts zu tun. Die UZH leistet diesbezüglich schon recht viel.

Zum Beispiel?

Zu nennen ist in erster Linie der Forschungskredit: Damit verfügt die UZH über ein universitäres Förderinstrument für Nachwuchskräfte, bei dem sich Doktorierende und Postdocs selbständig für die Finanzierung ihres Forschungsprojekts bewerben können. Der Forschungskredit stellt eine wertvolle Ergänzung zu den Förderangeboten des SNF dar. Er wird zur Zeit übrigens ausgebaut, neu können beispielsweise Postdocs freie Forschungszeit (protected time) beantragen. Indem sie Assistenzprofessuren unterstützt, trägt die UZH viel dazu bei, Nachwuchskräfte früher in eine selbständige akademische Position zu führen. Ausserdem unterstützt die UZH Assistenzprofessuren – und trägt damit viel dazu bei, Nachwuchskräfte früher in eine selbständige akademische Position zu führen.

David Werner, Leiter Publishing

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