Schweizerischer Nationalfonds

Nachwuchsförderung - macht die Schweiz genug?

Wie kann die Nachwuchsförderung verbessert werden? Junge Forschende der UZH haben sich aus Anlass des 60-Jahr-Jubiläums des Schweizerischen Nationalfonds Gedanken darüber gemacht. 

David Werner1 Kommentar

Zukunftsdebatte statt Galadinner: 160 junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus der ganzen Schweiz diskutierten in Bern mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft über die Nachwuchsförderung. (Bild Severin Nowacki)

Am 11. Januar feierte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) in Bern seinem 60. Geburtstag. Auf ein Galadinner wurde verzichtet, statt dessen lud der SNF junge Forschende dazu ein, nach Bern  zu kommen und dort ihre Anliegen zu definieren und mit Entscheidungsträgern aus Politk und Wissenschaft zu diskutieren.
  «Nachwuchsförderung - macht die Schweiz genug?», lautete der Titel der Veranstaltung. Statt in die Vergangenheit wurde also in die Zukunft geschaut.

160 Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus der ganzen Schweiz folgten der Einladung. An die Adresse des SNF richteten sie unter anderem das Anliegen, künftig selbständig Projektanträge mit einem Beitrag zum eigenen Lebensunterhalt einreichen zu können. An die Universitäten ging unter anderem der Wunsch, attraktivere Perspektiven für den oberen Mittelbau zu schaffen.

Konstruktiv und lösungsorientiert

Von Universität Zürich war auch Daniel Wyler, Prorektor Medizin und Naturwissenschaften, in Bern präsent. Er habe die Vorstösse der Forschenden mehrheitlich als durchdacht und lösungsorientiert empfunden, sagt er. Man dürfe aber nicht vergessen, dass die Universität Zürich in der Nachwuchsfördererung bereits grosse Anstrengungen unternimmt. (Siehe separates Interview mit Daniel Wyler)

Auch der Gastgeber, SNF-Präsident Dieter Imboden, zeigte sich im Anschluss an den Anlass zufrieden. Er lobte die jungen Forschenden für ihr Engagement und freute sich darüber, dass diese nicht nur Forderungen gestellt, sondern auch konstruktiv darüber nachgedacht hätten, wie die Nachwuchsförderung in der Schweiz verbessert werden könnte.  

Bundesrat Alain Berset, SNF-Präsident Dieter Imboden, UZH-Professor und Ständerat Felix Gutzwiler (v.l.) am Jubiläumsanlass des SNF in Bern. (Bild: Severin Nowacki)

Einige junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Zürich, die am SNF-Jubiläum in Bern teilgenommen haben, haben für UZH News ihre persönlichen Eindrücke von diesem Anlass und ihre Gedanken zur Nachwuchsförderung festgehalten.

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung der Statements. Zum Lesen der Texte klicken Sie bitte auf die Namen!

Aktuelles zur Förderung des akademischen Nachwuchses an der Universität Zürich: 1.     Infoveranstaltung Graduate Campus Grants für Doktorierende und Postdocs (mit Academic Speed Dating und Apéro riche), 02.02.2012, 17:15h (http://www.grc.uzh.ch/events.html). 2.     Eröffnungsfeier des Graduate Campus: 29.02.2012, 17h (Link: http://www.grc.uzh.ch/events/opening.html) 3.     Berufungstraining für Wissenschaftlerinnen, Ausschreibung im März 2012 http://www.mentoring.uzh.ch/kurse.html 4.     Postdoc-Programm für Wissenschaftlerinnen (http://www.mentoring.uzh.ch/projekte/post-doc-programm.html) 5.     Projekt «Protected Time» für Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler (http://www.mentoring.uzh.ch/projekte/protected-time.html) 6.     Beratungsangebot Vereinbarkeit von Wissenschaftskarriere und Familie (http://www.gleichstellung.uzh.ch/themen/vereinbarkeit.html)

David Werner ist Leiter Publishing

1 Leserkommentar

Erik Boettger schrieb am Nachwuchsförderung Es ist sicherlich zu unterstützen, dass Postdocs eigene Projektantraege stellen koennen - und das gilt auch und besonders für den SNF. Auf der Ebene Doktoratsstufe halte ich das für problematisch – zumndest in den Life Sciences. Wesentlich für einen eigenen Projektantrag ist das Konzept und der damit verbundene intellektuelle Beitrag. Doktoranden bearbeiten in aller Regel ein Thema, welches vom Arbeitsgruppenleiter gestellt und auch durchdacht ist, so dass der konzeptionelle Beitrag ganz auf den Schultern des Betreuers liegt – schliesslich soll sich das Thema in das übergreifende Forschungdgebiet der Arbeitsgruppe einordnen. Hier halte ich auch die Ausschreibung des UZH Forschungskredits auf Doktoratsstufe für ein Feigenblatt, welches vielleicht dem ideologischen Mantel einer Nachwuchsförderung dient, aber an der Realitaet vorbeigeht - von Ausnahmen selbstverständlch abgesehen.

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