SNF-Förderungsprofessuren 2013

Dynamische Knotenpunkte

Synapsen gelten als Schnittstellen des Gedächtnisses. Neurowissenschaftler Martin Müller will wissen, wie sie «ticken».

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Martin Müller geht der Frage nach, wie unkontrollierte neuronale Aktivitäten verhindert werden können. (Bild: zVg)

Die SNF-Förderungsprofessuren ermöglichen jungen Nachwuchsforschenden einen bedeutenden akademischen Karriereschritt. Martin Müller erklärt, womit er sich in den nächsten Jahren beschäftigen will.

«Nervenzellen kommunizieren miteinander über spezialisierte Kontaktpunkte: die Synapsen. Synapsen sind für anpassungsfähiges Verhalten unabdingbar, da sie sich während Lernvorgängen und der Gedächtnisbildung verändern. Andererseits können bestimmte Veränderungen von synaptischen Eigenschaften auch zu neurologischen Erkrankungen führen, wie zum Beispiel zu einigen Formen der Epilepsie oder Migräne.

Unsere Arbeitsgruppe untersucht, wie die Funktion von Synapsen kontrolliert wird, und interessiert sich insbesondere für die molekularen Mechanismen, die die Synapsenfunktion stabilisieren. Hierzu werden genetische Methoden und funktionelle Messungen der synaptischen Signalübertragung in den Modellorganismen Drosophila und Maus benutzt. Das übergeordnete Ziel dieses Forschungsansatzes ist ein besseres Verständnis der Mechanismen, die unkontrollierte neuronale Aktivität verhindern und gleichzeitig eine flexible Funktion des Nervensystems erlauben.

Ich habe mich für das Institute of Molecular Life Sciences der UZH wegen des exzellenten wissenschaftlichen Umfelds und wegen der Attraktivität des Standorts Zürich entschieden.»

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