Biochemie

Martin Jinek erhält Ernst Th. Jucker-Preis

Martin Jinek, Assistenzprofessor im Biochemischen Institut der UZH, hat den diesjährigen Ernst Th. Jucker-Preis für bahnbrechende Erkenntnisse im Bereich der Krebsforschung erhalten. Der Preis ist dieses Jahr mit 10'000 Franken dotiert.  

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Sein Forschungsgegenstand – ein Protein namens Cas9 – hat das Potential, die Gentechnik zu revolutionieren: Preisträger Martin Jinek. (Bild: zVg)

Martin Jinek (34) kam nach einem 6-jährigen Forschungsaufenthalt in der renommierten Arbeitsgruppe von Professor Jennifer Doudna  an der Universität Berkeley, Kalifornien, zu Beginn des Jahres 2013 ans Biochemische Institut, wo er seine erste eigene Forschungsgruppe aufbauen konnte. Bereits in Berkeley hatte Jinek sich eingehend mit einem ausgeklügelten bakteriellen Abwehrmechanismus, dem sogenannten CRISPR-System beschäftigt. Neuere Arbeiten in Zürich konnten die genaue Funktionsweise des Systems und der daran beteiligten Komponenten bis aufs atomare Niveau aufklären.

Mit diesen Erkenntnissen eröffnen sich nun neue Möglichkeiten für eine gezielte Anwendung in der Gentherapie, so unter anderem zur Modifikation der Expression von Krebsgenen. Laut Professor  Joe Jiricny, Direktor des Instituts für Molekulare Krebsforschung, hat die Forschung auf diesem Gebiet Nobelpreis-Potenzial.

Die ausserordentlich erfolgreiche Forschung von Professor Jinek wurde bereits mit Publikationen in hochkarätigen Fachzeitschriften sowie diversen Preisen honoriert. So erhielt Martin Jinek bereits 2013 vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einen Starting Grant über 1.5 Mio. Franken, der seine Forschung an der Universität Zürich in den nächsten Jahren finanzieren wird. Des Weiteren wurde Martin Jinek diesen Sommer der John Kendrew Preis des Europäischen Molekularbiologie Labors (EMBL) in Heidelberg verliehen.

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