Mobilität

«Study Abroad Fair» an der UZH

Ein Austauschsemester oder ein Praktikum im Ausland erweitern den Horizont. Welche Möglichkeiten es dazu gibt und worauf zu achten ist, darüber konnten sich Studierende gestern an der «Study Abroad Fair» informieren.

Adrian Ritter

Informationen aus erster Hand: «Study Abroad Fair» an der UZH. (Bild: Adrian Ritter)

Wann im Studium ist der beste Zeitpunkt für ein Auslandsemester? Werden meine Studienleistungen an der UZH angerechnet? Wer Fragen zu einem Austauschsemester oder einem Praktikum im Ausland hat, konnte sich gestern an der «Study Abroad Fair» im Hauptgebäude der UZH aus erster Hand informieren.

Ehemalige und derzeitige Austauschstudierende sowie Mobilitätsverantwortliche aus den Fachbereichen und die Mitarbeitenden der Abteilung Internationale Beziehungen der UZH erteilten an Ständen und im «Café International» Auskunft über Partneruniversitäten, Austauschabkommen und das organisatorische Vorgehen.

Willkommene Austauschstudierende

Diese Gelegenheit wurde intensiv genutzt, es herrschte während der drei Stunden der «Study Abroad Fair» ein reges Treiben an den Infoständen im Foyer West im Hauptgebäude der UZH. Für Bachelorstudentin Aurelia Leimbacher beispielsweise war es eine Gelegenheit, Fragen rund um ihre Idee eines Austauschsemesters in Schweden zu klären: «Da in meinem Fachbereich Biologie die UZH bisher keine Partneruniversität in Schweden hat, werde ich den Aufenthalt vermutlich selber organisieren. Da sind Tipps sehr willkommen.»

Kann sich ein Austauschsemester in Schweden vorstellen: Biologiestudentin Aurelia Leimbacher. (Bild: Adrian Ritter)

Neben den Infoständen bot sich auch im Rahmen von Kurzvorträgen die Möglichkeit, Erfahrungsberichte von ehemaligen UZH-Austauschstudierenden anzuhören. Die Rechtswissenschafts-Studentin Anna Kotlinski berichtete: «Ich wollte eigentlich für ein Semester an eine Universität in Paris, aber die Plätze waren schon vergeben.» Die University of Warsaw, an der sie das Herbstsemester 2014 schlussendlich verbrachte, war nur ihre vierte Wahl, sollte sich aber als Volltreffer erweisen: «Die Dozierenden waren sehr engagiert und in den kleinen Klassen ergaben sich intensive Diskussionen. Zudem spürte man, dass Austauschstudierende sehr willkommen sind.»

Jörn Elbe absolvierte in diesem Frühling das zweite Semester seines Masterstudiums in Volkswirtschaftslehre in Südkorea. Für die Seoul National University in der Hauptstadt des Landes hatte er sich nicht zuletzt wegen deren gutem Abschneiden in Rankings entschieden. Er profitierte davon, dass die UZH über ein gesamtuniversitäres Abkommen mit der südkoreanischen Universität verfügt – Austauschsemester sind somit in allen Fächern möglich. Auch er spürte seitens der Dozierenden, dass Austauschstudierende sehr willkommen sind.

Pierina Bischof hatte sich ebenfalls im Frühlingssemester 2015 auf den Weg ins Ausland gemacht, und zwar zog es sie in den Norden. Die Geographie-Studentin verbrachte ein Semester an der University of Turku in Finnland. Dort stellte sie unter anderem ihre Bachelorarbeit fertig und besuchte einen Sprachkurs in Finnisch. Zudem genoss sie es, in die finnische Kultur einzutauchen – wortwörtlich etwa beim Eisschwimmen nach dem Saunagang.

Berichteten von ihren Austauschsemestern in Südkorea, Polen und Finnland (von links): Jörn Elbe, Anna Kotlinski und Pierina Bischof. (Bild: Adrian Ritter)

Ein Götti für die Gäste

Sowohl Anna Kotlinski, Jörn Elbe wie Pierina Bischof profitierten bei ihrem Auslandaufenthalt von einem Götti-Gotte-System, das sie als sehr hilfreich erlebten. Einheimische Studierende stehen den Gästen aus dem Ausland dabei mit Rat und Tat zur Seite – und holen sie oft schon am Flughafen ab.

Die «Study Abroad Fair» zeigte die Vielfalt an Austauschprogrammen und Finanzierungsquellen, die einem den temporären Sprung ins Ausland ermöglichen. Dass sich ein solcher Aufenthalt lohnt, davon ist Yasmine Inauen, Leiterin der Abteilung Internationale Beziehungen der UZH, überzeugt: «Ein Auslandaufenthalt ist nicht nur eine persönliche und fachliche Bereicherung, er verbessert auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.» 

Wer sich näher darüber informieren will, dem stehen auch nach der «Study Abroad Fair» die Website und die Mitarbeitenden der Abteilung Internationale Beziehungen ebenso zur Verfügung wie die Mobilitätsverantwortlichen in den Fakultäten und Instituten.

Erasmus+

Nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative sistierte die Europäische Union die Verhandlungen mit der Schweiz zur Teilnahme am Programm Erasmus+. Der Bundesrat beschloss darauf hin eine Übergangslösung für die Beteiligung der Schweiz als Drittland für die Jahre 2014 bis 2016. Diese läuft unter dem Namen Swiss-European Mobility Programme SEMP. Ob sich die Schweiz ab 2017 erneut an Erasmus+ beteiligen kann, ist noch offen.

Adrian Ritter ist Redaktor von UZH News.

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