Klinische Forschungsschwerpunkte

Überzeugende Forschungsinitiative

Externe Gutachterinnen und Gutachter haben die Klinischen Forschungsschwerpunkte der UZH evaluiert und für gut befunden. Das Förderprogramm an der Schnittstelle zwischen Forschung und Klinik wird in die zweite Phase überführt.

Stefan Stöcklin

Schub für die universitäre Medizin: Der Standort Zürich profitiert von den Forschungsschwerpunkten. (Bild: Ursula Meisser)

Vor drei Jahren lancierten die Universitätsleitung und die Medizinische Fakultät elf Klinische Forschungsschwerpunkte (KFSP), um strategisch wichtige Forschungsgebiete der universitären Medizin zu fördern und zu vernetzen. Unterdessen zeigt die Evaluation der ersten Förderphase ein erfolgreiches Bild: «Die Entwicklung der KFSP ist sehr erfreulich. Die hohen Ziele im Bereich der translationalen Forschung konnten bereits erreicht werden», sagt Christoph Hock, Mitglied der Unileitung und Prorektor Medizin und Naturwissenschaften. Und Thomas Spirig von der Abteilung Forschung und Nachwuchsförderung verweist auf die positive Beurteilung durch die externen Gutachterinnen und Gutachter: «Gute Noten hat insbesondere die Bildung neuer Netzwerke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung erhalten.»

Von Viren bis zur Rehabilitation

Die Themenpalette der Forschungsschwerpunkte ist entsprechend der Ausrichtung der Medizinischen Fakultät breit: Sie reicht von Studien über virale Infektionskrankheiten und neuen Technologien zur Neurorehabilitation bis zu High-Tech-Plattformen zur Untersuchung kleiner RNA-Moleküle. UZH News hat im Verlaufe der vergangenen Monate alle elf Forschungsschwerpunkte im Detail vorgestellt. Siehe Weblinks in der rechten Spalte.

Auch wenn die Projekte unterschiedliche medizinische Themen betreffen, so ist ihnen doch eines gemeinsam: Mit den KFSPs werden Bereiche gefördert, in denen die UZH Exzellenz in Forschung und Klinik aufweist und international kompetitiv ist.  «Mit den KFSP verfügt die Medizinische Fakultät der UZH über ein einzigartiges Instrument, um den Wissensaustausch zwischen Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung und klinischer Versorgung zu fördern», sagt Christoph Hock.

Die konkreten Forschungsarbeiten sind eng mit den medizinischen Herausforderungen im klinischen Alltag verzahnt und orientieren sich an den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten. Letztlich geht es darum, ihre Behandlung zu verbessern. Dabei deckten die KFSP mit ihrer translationalen Ausrichtung einen wichtigen Bereich der universitären Medizin ab, der von nationalen und internationalen Förderinitiativen bisher nur sehr wenig gefördert werde, betonen die Verantwortlichen.

140 Fachartikel in einem Jahr

Die mit jährlich insgesamt rund zehn Millionen Franken finanzierten Programme sind gut unterwegs. In vielen laufen bereits klinische Studien, in denen neue Therapieansätze entweder erforscht oder versuchsweise angewandt werden. Über 140 Fachartikel im Zusammenhang mit den Projekten sind allein im letzten Jahr in wissenschaftlichen Publikationen erschienen, darunter in Topjournalen wie «The Lancet», «Nature» oder «Science Translational Medicine».

Gleichzeitig konnten aufgrund des interdisziplinären Ansatzes neue Kooperationen generiert werden. «Die Vernetzung im Rahmen der KFSP trägt massgeblich zur Entwicklung der universitären Medizin am Standort Zürich bei», sagt Christoph Hock.

Neben der positiven Evaluation sind die Verantwortlichen besonders erfreut über externe Fördermittel, die eingeworben wurden, zum Beispiel durch die KFSP «Schlaf und Gesundheit» und «Seltene Krankheiten» oder «Multiple Sklerose».

Externe Drittmittel sind eine Bestätigung für die wissenschaftlichen Erfolge der Forschungsschwerpunkte. Entsprechend den positiven Rückmeldungen fällt auch die Bilanz von Christoph Hock gut aus: «Die KFSP haben sich als erfolgreiches und effektives Förderinstrument erwiesen und werden in einer zweiten Phase weitergeführt.»

Stefan Stöcklin, Redaktor UZH News

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