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Elektroschwache Vereinheitlichung

        Glashov, Salem, Weinberg, Standardmodell der elektroschwachen Wechselwirkung

Wir wissen, dass Leptonen und Quarks als linkshändige Paare ((tex2html_wrap_inline3493), (tex2html_wrap_inline3495)), die sich in der dritten Komponente des schwachen Isospins T unterscheiden und rechtshändigen Singlets (tex2html_wrap_inline3497) auftreten. Die Paare und die Singlets werden durch die Hyperladung Y unterschieden. Der schwache Isospin hat nichts mit dem Isospin zu tun, er ist ein Attribut der Leptonen und der Quarks und charakteristisch für die schwache Wechselwirkung. Der Austausch von geladenen W-Bosonen bewirkt dann eine Erhöhung (Erniedrigung) des schwachen Isospins von -1/2 auf +1/2.

     Flavour Quantenzahlen von Leptonen und Quarks:
t: schwacher Isospin mit dritter Komponente tex2html_wrap_inline3505
y: schwache Hyperladung
q: Ladung tex2html_wrap_inline3511

Bemerkung: manchmal wird auch die Definition tex2html_wrap_inline3513 benutzt, da die Normierung des Generators einer abelschen Gruppe frei ist.

 

Teilchen t tex2html_wrap_inline3505 y q
Leptonen tex2html_wrap_inline3523 tex2html_wrap_inline3525 tex2html_wrap_inline3527 tex2html_wrap_inline3529 tex2html_wrap_inline3531 tex2html_wrap_inline3533 tex2html_wrap_inline3535
 tex2html_wrap_inline3537 tex2html_wrap_inline3539 tex2html_wrap_inline3541 0 0 -1 -1
Quarks tex2html_wrap_inline3543 tex2html_wrap_inline3545 tex2html_wrap_inline3547 tex2html_wrap_inline3549 tex2html_wrap_inline3531 tex2html_wrap_inline3553 tex2html_wrap_inline3555
  tex2html_wrap_inline3557 tex2html_wrap_inline3559 tex2html_wrap_inline3561 0 0  2/3  2/3
 tex2html_wrap_inline3563 tex2html_wrap_inline3565 tex2html_wrap_inline3567 0 0 -1/3 -1/3

Die Quarks, die als linkshändige Partner von (u, c, t) auftreten sind nicht identisch mit (d, s, b) sondern Linearkombinationen. Damit man den richtigen Quarkstrom erhält, muss man die Cabibbo Mischung für die d-Quarks nehmen:
equation1490

  Wir verlangen Invarianz unter einer Drehung im schwachen Isospinraum (tex2html_wrap_inline3575) und im Hyperladungsraum (tex2html_wrap_inline3577). Die Eichtransformation der Hyperladungsgruppe geschieht wie in der QED. Statt der Ladung q haben wir jetzt aber die Hyperladung Y. Wir wenden nun beide Transformationen an:
Einkomponentig mit Feld tex2html_wrap_inline3583 und Kopplungskonstante gtex2html_wrap_inline3585, die an die Hyperladung Y koppelt.
2-komponentig mit 3 Eichfeldern tex2html_wrap_inline3587 und Kopplungskonstante g.

Die kovariante Ableitung wird dann zu
equation1501
Die Matrizen Ttex2html_wrap_inline3591 und Y haben die Gestalt
equation1510
sie bilden die Erzeugenden der Gruppe tex2html_wrap_inline3593

Für die Feldstärkentensoren können wir direkt die Ergebnisse aus den vorhergehenden Kapiteln nehmen:
eqnarray1519

Die Lagrangedichte für die elektroschwache Wechselwirkung folgt dann mit minimaler Substitution: 
eqnarray1533

Der Kopplungsterm im Lagrangian wird dann beispielsweise für einen Spinor mit Elektronneutrino und Elektron (tex2html_wrap_inline3595, tex2html_wrap_inline3597):
eqnarray1568

   geladener Strom
displaymath1600

Für die geladenen tex2html_wrap_inline3599 Bosonen gibt sich die bekannte V-A Theorie.

neutraler Strom
Mit den Feldern A und tex2html_wrap_inline3643 lässt sich der neutrale Strom schreiben:
eqnarray1655
  Wir haben gezeigt, dass durch Eichung der Gruppe tex2html_wrap_inline3593 die elektromagnetische und die schwache Wechselwirkung beschrieben werden kann. Die Theorie entstand 1961, sagte also die Existenz des Z-Bosons voraus, der schwache Strom wurde erst 1973 entdeckt. Der Weinbergwinkel tex2html_wrap_inline3615 ist frei und muss durch das Experiment angepasst werden.

Experimentell wurde folgender Wert für den Mischungswinkel gefunden:
equation1687

Die Theorie hat aber einen entscheidenden Fehler: sowohl die Massen der schwachen Eichbosonen als auch der Elektronen (tex2html_wrap_inline3667) und der Quarks fehlen.


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Don Jun 13 20:59:25 CEST 2002