1970 wurde die Theorie der Supersymmetrie entwickelt, um einige Probleme des Standardmodells zu lösen heute gilt sie als die am besten verstandene Theorie ausserhalb des Standardmodells.
Es ist naheliegend, dieses auffällige Verschwinden der divergenten Terme einer neuen Symmetrie zuzuordnen, sie soll Fermionen und Bosonen miteinander verbinden, da die Fermionen und Bosonen mit unterschiedlichem Vorzeichen zu den Loop Korrekturen beitragen (die Fermionen haben einen zusätzlichen Faktor (-1) aus der Fermi Statistik).
Die Korrekturen sind:
- Für Fermionen ![]()
- Für Bosonen
wobei
die Skala ist, bis zu der die Korrekturen gerechnet werden, normal wird sie
gleich
gesetzt. Damit sich die quadratischen Terme aufheben, müssen die Kopplungskonstanten
sein, was eine Beziehung zwischen Bosonen und Fermionen voraussetzt.

Abbildung: Aufhebung der Quantenkorrekturen in einem supersymmetrischen Modell
Figur
zeigt die beiden Quantenkorrekturen in einem Supersymmetrischen Modell. Die erste Zeile zeigt die Beiträge vom schweren Higgsboson (für GUT Brechung) und seinem Superpartner, die durch Yukawa-Kopplung
koppeln. Die zweite Zeile den der Eichbosonen mit der Kopplungskonstanten g. In ungebrochener SUSY heben sich die Terme exakt auf, da die Massen der Superpartner gleich gross sind.
Wenn Supersymmetrie gebrochen ist, bleibt eine Korrektur
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die klein ist, solange
. Diese Abschätzung gibt dieselbe Skala für SUSY (1 TeV) wie durch die Vereinheitlichung der Kopplungskonstanten (siehe später).
Supersymmetrie macht keinen Unterschied zwischen Fermionen (Materie) und Bosonen (Kräfte) aber die Anzahl Teilchen wird dadurch verdoppelt: zu jedem Teilchen gibt es einen supersymmetrischen Partner, der sich im Spin um 1/2 unterscheidet.

Abbildung: Zu jedem Teilchen gibt es ein supersymmetrisches Teilchen
SUSY verbindet die Massen und Kopplungen von Teilchen mit verschiedenem Spin und transformiert Fermionen in Bosonen und umgekehrt:
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Wenn wir symbolisch eine SUSY Transformation schreiben als:
, mit B und f einem Boson-, rsp. Fermionfeld und
einer infinitesimalen SUSY Transformation, so folgt aus den (Anti)Kommutationsregeln für Fermionen und Bosonen:
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Dies bedeutet, dass die SUSY-Generatoren fermionisch sind.
Q besitzt selbst Spin 1/2 und kann deshalb die Helizität eines Boson- rsp. Fermionzustandes ändern. Die einfachste Wahl für Q ist ein 2-komponentiger Spinor (Weyl-Spinor). Die supersymmetrische Algebra verbindet Teilchen mit verschiedenem Spin und ist eine Erweiterung der Poincare Raum-Zeit-Symmetrie.
Die SUSY Algebra enthält die Generatoren
(plus konjugiert
) sowie die Poincare Algebra
mit folgenden Kommutationsregeln:
[a,b]=ab-ba: Kommutator,
Antikommutator

wobei
der 4er-Impulsoperator ist. Das wichtigste
Ergebnis hierbei ist die erste der obigen Relationen. Danach führen nämlich zwei SUSY-Transformationen nacheinander durchgeführt zu
einer Translation in der Raum-Zeit oder das Quadrat des SUSY Generators Q ist der 4-er Impuls
! Somit ist also ein Zusammenhang zwischen der Supersymmetrie und der Allgemeinen Relativitätstheorie zu
erwarten, da diese gerade die Poincaré-Invarianz als Eichsymmetrie enthält.
Unmittelbare Konsequenzen für zwei Superpartner |A> und |B>
Wir betrachten im folgenden den einfachsten Fall (nur ein SUSY Generator: N=1) mit zwei Typen von Supermultipletts: Chiral- Supermultiplet, das die beiden Zustände
mit Spin 0 und 1/2 enthält und das Vektormultiplet
mit Spin 1/2 und 1.