MSSM enthält die minimale Anzahl neuer Teilchen und Wechselwirkungen, die in Supermultipletts angeordnet sind. In jedem Supermultiplet befindet sich ein Boson und ein Fermion als Superpartner. Die Anzahl fermionischer oder bosonischer Freiheitsgrade müssen gleich sein.
Das einfachste Supermultiplet enthält ein Spin-1/2 Weyl-Fermion (2 Freiheitsgrade n
=2) sowie zwei Skalare (komplexes skalares Feld, n
=2).
Dieses Supermultiplet nennt man normalerweise das Chirale (Matter, skalares)
Supermultiplet.
In dieser Anordnung mit zweidimensionalen Weyl-Fermionen, werden aus jedem Diracspinor (Quarks und geladene Leptonen) zwei zweidimensionale Weylspinoren mit Helizität L oder R. Es ist Konvention, dass im Chiralen Supermultiplet nur linkshändige WeylSpinoren auftreten.
Das nächsteinfache Supermultiplet enthält ein Spin 1 Vektorboson (n
=2
), damit die Theorie renormierbar bleibt, muss es vor der elektroschwachen
Symmetriebrechung masselos sein.
Sein Superpartner ist ein masseloses Spin 1/2 Weyl-Fermion (n
=2),
das man Gaugino nennt.
Diese Kombination aus Spin 1 Eichboson und Spin 1/2 Gaugino nennt
man Eich- oder Vektorsupermultiplet.
In einer supersymmetrische Erweiterung des Standardmodells muss nun jedes bekannte fundamentale Teilchen in einem Supermultiplet (Chiral oder Eich) vorkommen, sowie einem Superpartner zugeordnet werden, der sich im Spin um 1/2 unterscheidet. Es wichtig, dass die Fermionen im Eichsupermultiplet so transformieren müssen wie die Eichbosonen, insbesondere also identisch für links- und rechtshändige Komponente. Nur das Chirale Supermultiplet kann Fermionen enthalten, die sich unterschiedlich transformieren für links- und rechtshändige Komponenten, also alle Quarks und Leptonen.
Das Standardmodell ist offensichtlich in grossem Masse nicht supersymmetrisch: es gibt keine Fermionen mit den Quantenzahlen der Eichbosonen und wir zählen 28 bosonische und 90 fermionische Freiheitsgrade!
Wir ordnen jetzt erstmal alle uns bekannten Fermionen und Eichbosonen in die beiden Supermultipletts ein und benennen deren Superpartner.
| Chirales Supermultiplet | ||||||
| Superfeld | Ladung | Fermion | Skalar | |||
| | | Spin 1/2 | Spin 0 | |||
| Quark, Squark | | 3 | 2 | 1/6 | | ( |
| (3 Familien) | | | 1 | -2/3 | | |
| | | 1 | 1/3 | | | |
| Leptonen, Sleptonen | 1 | 2 | -1/2 | | ||
| (3 Familien) | 1 | 1 | 1 | | | |
| Higgs, Higgsino | | 1 | 2 | -1/2 | ( | |
| | 1 | 2 | 1/2 | ( | ||
| Eich Supermultiplet | ||||||
| Superfeld | Ladung | Boson | Fermion | |||
| | | Spin 1 | Spin 1/2 | |||
| Gluon, Gluino | 8 | 1 | 0 | g | | |
| W Bosonen, Winos | 1 | 3 | 0 | | | |
| B Boson, Bino | 1 | 1 | 0 | | | |
| Mit elektroschwacher Symmetriebrechung mischen | ||||||
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Die analoge Gaugino Mischung ergibt die Eigenzustände Zino ( | ||||||
Zusammenfassung: Minimales supersymmetrisches Modell: MSSM
Wir haben die oben beschriebenen Supermultipletts, die jeweils ein Boson und ein Fermion mit identischen Quantenzahlen enthalten:
